Starker Auftritt bleibt unbelohnt: Wölfe unterliegen im Derby mit 26:30

Nach einer Saison ligabedingter Pause hieß es endlich wieder Derbytime: Die Handball Wölfe Plankstadt trafen auf die Regionalligareserve der HG Oftersheim/Schwetzingen. Neben dem besonderen Derbycharakter hatte die Partie für die Wölfe auch eine wegweisende Bedeutung für den weiteren Weg in der Tabelle. Mit 4:6 Punkten bleibt man bislang etwas hinter den eigenen Erwartungen zurück, da kam ein emotionales Derby genau zur richtigen Zeit. Auch die Nachbarn stehen mit 2:8 Punkten erst bei einem Sieg und wollten sich mit einem Erfolg Richtung Mittelfeld strecken.

Auf Plankstädter Seite fehlten Topscorer Julian Maier sowie weitere Leistungsträger verletzungsbedingt. Trotzdem bereitete sich das Team um Kapitän Axel Schöffel und Trainer Niels Eichhorn eifrig auf das Derby vor und war heiß darauf dem Nachbarn die Punkte zu stehlen.

Und das machte sich bemerkbar, denn der Plan der Wölfe ging zunächst auf. Bereits in den ersten fünf Minuten erarbeitete sich die Abwehr mehrere Ballgewinne, die eiskalt per Konter verwertet wurden. Das zwang die HG früh zur ersten Auszeit. Danach zeigte sich allerdings ein Bild, das sich durch den ganzen Abend ziehen sollte: Die Wölfe, hier zu Beginn Alexander Leibnitz (7‘), kassierten immer wieder Zeitstrafen. Am Ende stand ein Verhältnis von 8:2, dass ein schwieriges Licht auf die Unparteiischen wirft. Schwetzingen wusste das auszunutzen, traf in Überzahl immer wieder recht einfach und konnte binnen weniger Minuten ausgleichen.

Fortan entwickelte sich ein Derby auf Augenhöhe. In der lautstarken Karl-Frei-Halle in Oftersheim konnte sich keine Mannschaft entscheidend absetzen, und gelang doch einmal ein kleiner Vorsprung, war dieser kurz darauf wieder egalisiert. So ging es beim Stand von 14:13 für die Gastgeber in die Halbzeitpause. Auffällig auch hier: Das Zeitstrafenverhältnis lag bis dahin bereits bei 5:1. Abgesehen davon zeigte sich Trainer Niels Eichhorn zufrieden mit seiner Mannschaft, die womöglich ihre beste Halbzeit der Saison gespielt hatte.

Den besseren Start in die zweite Hälfte erwischten die Gastgeber, die sich bis zur 35. Minute auf 18:14 absetzen konnten. Doch erneut kämpften sich die Wölfe zurück, und Tadeo Eichhorn erzielte in der 43. Minute den Ausgleich zum 20:20. Alles war wieder offen, und bis zur 52. Minute blieb die Partie völlig ausgeglichen. Dann begann die Crunchtime. Hier fehlten den Wölfen die Konsequenz und die Ideen im Angriff. Mit der größeren Tiefe im Kader und bei teils fragwürdigen Entscheidungen der Schiedsrichter auf beiden Seiten entschied Schwetzingen die Schlussphase klar für sich. Am Ende mussten sich die Wölfe mit 26:30 geschlagen geben.

Die Enttäuschung über die Derbyniederlage stand den Wölfen nach dem Abpfiff ins Gesicht geschrieben. Dennoch zeigte die Mannschaft nach den letzten beiden Spielen eine positive Reaktion und kann mit ihrer Leistung durchaus zufrieden sein, auch wenn das Ergebnis am Ende nicht stimmte.

Ein großer Dank gilt den zahlreich mitgereisten Fans, die die Wölfe über 60 Minuten lautstark unterstützten, auch wenn am Ende leider nichts Zählbares heraussprang.

Die Chance, auf dieser Leistung aufzubauen, bietet sich bereits am kommenden Sonntag. Um 18:00 Uhrempfangen die Wölfe vor heimischem Publikum die HSG Weschnitztal. Dann gilt es, alles daranzusetzen, endlich wieder Punkte zu holen. 

Es spielten: Marvin Berlinghof, Frederik Fauerbach (beide Tor), Alexander Leibnitz (7), Nikolas Zincke (4), Leonard Verclas (4), Tadeo Eichhorn (4), Florian Fröhlich (2), Joshua Fröhlich (2), Axel Schöffel (1), Nico Schöffel (1), Maximilian Muschelknautz (1), Adrian Summ, Ben Bräunling

Leonard Verclas

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