Die C1 der Handball Wölfe Plankstadt war in Heidelberg auf Punktejagd. Dass die Gastgeber die Punkte nicht einfach hergeben würden, zeigte sich schnell. Es entwickelte sich eine ausgeglichene Partie, in der beide Mannschaften offensiv immer wieder Lösungen fanden.
Die Wölfe starteten mit einer noch etwas ungeordneten Abwehr, konnten diese Schwäche aber durch effektive Angriffe ausgleichen. So blieb das Spiel zunächst eng. In der 13. Minute gelang es den Plankstadtern, sich beim 10:12 einen kleinen Vorsprung zu erarbeiten. Heidelberg reagierte mit einer Auszeit.
Auch danach blieb die Begegnung umkämpft. Der Heidelberger Torhüter vereitelte einige gute Möglichkeiten und verhinderte, dass die Wölfe ihren Vorsprung weiter ausbauen konnten. Auf der anderen Seite zeigte Kilian Reske eine starke Leistung. Mit einem gehaltenen Siebenmeter und weiteren Paraden sorgte er dafür, dass Heidelberg nicht vorbeiziehen konnte.
Mit einer 18:20-Führung ging es in die Pause. Die Ausgangslage stimmte, doch die zweite Hälfte sollte den Wölfen noch einiges abverlangen.
Nach dem Seitenwechsel präsentierte sich die Plankstadter Abwehr deutlich stabiler. Im Angriff fehlte dagegen phasenweise die nötige Geduld. Zu einfache Abschlüsse machten es dem Heidelberger Keeper leicht, weitere Bälle zu entschärfen. Der Vorsprung schrumpfte und beim 25:27 in der 35. Minute waren die Gastgeber wieder in Schlagdistanz.
Die Wölfe hielten dagegen. Elija Laguniak setzte mit einem Kontertreffer ein Ausrufezeichen, während Fabio Piarulli und Eric Fackel weiterhin für Torgefahr sorgten.
Doch Heidelberg blieb dran. Neun Minuten vor dem Ende stand es 30:33 – drei Tore Vorsprung, aber noch lange keine Entscheidung. Jetzt war vor allem die Defensive gefragt.
Die Schlussphase wurde zum echten Nervenspiel. Durch mehrere Zeitstrafen und eine zusätzliche Bestrafung der Plankstadter Bank gerieten die Wölfe in eine schwierige personelle Situation. Heidelberg nutzte die doppelte Unterzahl und kam auf 33:35 heran.
Jetzt musste jeder Angriff sitzen und jeder Ballgewinn zählte. Kilian Reske wuchs in dieser Phase noch einmal über sich hinaus und hielt gleich mehrfach. Seine Paraden verschafften den Wölfen die entscheidende Luft, um die kritische Unterzahlsituation zu überstehen.
Als die Mannschaft wieder vollzählig war, gelang es den Wölfen, den Vorsprung endgültig auszubauen. Eric Fackel traf zweimal hintereinander zum 33:37 und 33:38. Deniz Ildeniz legte zum 33:39 nach. Heidelberg konnte nur noch auf 34:39 verkürzen.
Ein Arbeitssieg, der seinem Namen alle Ehre macht!
Die Wölfe wollten die zwei Punkte unbedingt – phasenweise vielleicht sogar ein bisschen zu sehr. Nicht jeder Angriff war sauber ausgespielt, und auch in der Abwehr brauchte es einige Zeit, bis die notwendige Ordnung gefunden war. Doch wenn es darauf ankam, stand die Mannschaft zusammen.
Besonders die Schlussphase zeigte, dass die Jungs auch unter Druck bestehen können. Ein starker Rückhalt im Tor, wichtige Treffer zur richtigen Zeit und der gemeinsame Wille, die Punkte mit nach Plankstadt zu nehmen, machten am Ende den Unterschied.
Mit einem 34:39-Auswärtserfolg belohnen sich die Wölfe für ihren Einsatz und nehmen zwei Punkte aus Heidelberg mit. Weiter so, Jungs!
Für die Wölfe spielten:
Kilian Reske (im Tor), Marc Barth (5), Eric Fackel (9), Deniz Ildeniz (2), Elija Laguniak (3), Fabio Piarulli (8), Luca Piarulli (6), Leopold Rittmann (5), Philipp Schweitzer (1)
Martin Fackel

