Wölfe beißen sich die Zähne aus – Bitterer Jahresauftakt gegen Hardheim

Oberliga Baden-Württemberg: Handball Wölfe Plankstadt – TV Hardheim 1895 33:36 (13:16)

Die Kulisse stimmte, die Hoffnung war groß und der Wille spürbar – doch am Ende mussten die Handball Wölfe Plankstadt zum Start ins neue Jahr eine schmerzhafte Heimniederlage hinnehmen. Gegen den TV Hardheim 1895 unterlagen die Wölfe mit 33:36 und verpassten damit die Chance, sich im Kampf um den Klassenerhalt weiter Luft zu verschaffen.

Nach einem starken Jahresabschluss 2025 wollten die Plankstadter 2026 mit einem Ausrufezeichen eröffnen und in eigener Halle zeigen, dass sie in der Oberliga Baden-Württemberg angekommen sind. Doch die Gäste aus dem Odenwald hatten einen anderen Plan. Von der ersten Minute an spielten sie ihren einstudierten 7:6-Überzahlangriff mit beeindruckender Konsequenz – und stellten die Wölfe damit vor ein fast unlösbares Rätsel.

Zunächst sah es nach einem offenen Schlagabtausch aus. Fabian Engels und Axel Schöffel trafen nach Belieben, Keeper Sebastian Kaiser entschärfte mehrfach stark, und bis zur 15. Minute blieb die Partie völlig ausgeglichen (7:7). Die Halle war da, die Wölfe im Spiel – alles schien möglich.

Dann jedoch kippte die Begegnung. In der Defensive fehlte plötzlich der Zugriff, Ballgewinne blieben aus, und im Angriff häuften sich überhastete Abschlüsse. Hardheim nutzte diese Phase gnadenlos und setzte sich Tor um Tor ab. Selbst die Disqualifikation von Hardheims Abwehrchef Janis Erbacher brachte keine Wende. Mit einem 13:16-Rückstand ging es in die Pause.

Auch nach dem Seitenwechsel stemmten sich die Wölfe gegen die drohende Niederlage. Offensiv lief es nun besser, doch defensiv blieb das Überzahlspiel der Gäste der entscheidende Knackpunkt. Immer wieder fanden die Hardheimer die Lücke, immer wieder mussten die Plankstadter einem Rückstand hinterherlaufen. Näher als auf zwei Treffer kamen die Hausherren nicht mehr heran – zu abgeklärt agierte der TV Hardheim in den entscheidenden Momenten.

Am Ende stand eine verdiente 33:36-Heimniederlage auf der Anzeigetafel – ein Dämpfer zum Jahresauftakt, der weh tut.

Trainer Niels Eichhorn fand klare Worte:
„Das war in jedem Bereich eine Schippe zu wenig. Mit so einer Leistung gewinnt man in dieser Liga kein Spiel.“

Doch Zeit zum Grübeln bleibt kaum. Schon am kommenden Sonntag wartet mit der TSG Söflingen der nächste direkte Konkurrent im Abstiegskampf. Dort wollen die Wölfe ein anderes Gesicht zeigen – kämpferisch, bissig und mit dem festen Willen, den ersten Auswärtssieg der Saison einzutüten.

Es spielten:
Fabian Engels (11), Axel Schöffel (6), Julian Kern (4), Alexander Leibnitz (3), Marcel Treiber (3), Leonard Verclas (3), Maximilian Denne (1), Tadeo Eichhorn (1), Nico Schöffel (1), Nicolas Großhans, Maximilian Muschelknautz, Steffen Ritter, Sebastian Kaiser (Tor), Raúl Lazaro Garcia (Tor).

lv

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