Trotz großem Kampf: Wölfe bleiben im Jahr 2026 sieglos

Die verletzungsgeschwächten Handball Wölfe Plankstadt wollten in ihrem dritten Spiel des Jahres 2026 endlich den ersten Sieg einfahren. In der lautstarken heimischen Mehrzweckhalle empfing das Rudel mit der HSG Langenau/Elchingen einen direkten Konkurrenten im Abstiegskampf – ein oft zitiertes Vier-Punkte-Spiel, das richtungsweisend sein sollte.

Die Wölfe erwischten einen Traumstart. Angeführt von einem stark aufgelegten Raúl Lázaro Garcia im Tor und einer aggressiv zupackenden Abwehr zeigten die Plankstadter von Beginn an, dass sie dieses Spiel unbedingt gewinnen wollten. Fabian Engels setzte nach zwölf Minuten mit dem 6:2 ein klares Ausrufezeichen und zwang die Gäste früh zu ihrer ersten Auszeit.

Doch nach dem Blitzstart geriet der Spielfluss ins Stocken. Im Angriff fehlten zunehmend die kreativen Lösungen, hinzu kamen zahlreiche unnötige und teils umstrittene Zeitstrafen, die den Rhythmus der Wölfe empfindlich störten. Langenau nutzte diese Phase konsequent aus, kam zurück ins Spiel und drehte die Partie. Mit einem knappen 12:13-Rückstand ging es für die Wölfe in die Halbzeitpause.

Der zweite Durchgang begann anders als erhofft. Weitere fragwürdige Zeitstrafen und ein weiterhin ideenloses Angriffsspiel spielten den Gästen in die Karten. Bis zur 40. Minute setzte sich Langenau auf fünf Tore ab und schien das Spiel unter Kontrolle zu haben. Doch die Wölfe gaben sich nicht geschlagen. Angetrieben von den lautstarken Fans startete Plankstadt einen beherzten 3:0-Lauf und kämpfte sich noch einmal auf zwei Tore heran (20:22).

In der Schlussphase warf das Rudel noch einmal alles in die Waagschale, doch klare Torchancen blieben Mangelware. Auch in der Defensive gelangen nur noch vereinzelt Ballgewinne. So musste man sich am Ende trotz großem Einsatz mit einer 25:28-Niederlage abfinden.

Die Enttäuschung war den Plankstadtern deutlich anzumerken. Leidenschaft und Wille stimmten, doch erneut blieb der verdiente Lohn aus. Angesichts der anhaltenden Verletzungssorgen und der aktuellen Situation wird der Kampf um weitere Punkte in der Oberliga Baden-Württemberg nicht einfacher.

Ein Hoffnungsschimmer bleibt jedoch: Bereits am kommenden Samstag gastieren die Wölfe beim Tabellenführer SKV Unterensingen. Das Hinspiel konnten die Plankstadter überraschend für sich entscheiden. Mit befreitem Aufspielen und ohne Druck will das Rudel erneut alles reinwerfen – und den Favoriten ein weiteres Mal ärgern.

Es spielten für die Handball Wölfe Plankstadt:
Fabian Engels (6), Nikolas Zincke (5), Julian Kern (4), Florian Fröhlich (3), Alexander Leibnitz (3), Marcel Treiber (2), Tadeo Eichhorn (1), Maximilian Muschelknautz (1), Sebastian Kaiser, Raúl Lázaro Garcia, Steffen Ritter, Nico Schöffel, Adrian Summ, Leonard Verclas.

lv

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