Zwei Heimsiege in Folge hatten Selbstvertrauen gegeben, doch in Wieblingen wartete auf die Handball Wölfe Plankstadt ein harter Nachmittag. In der harzfreien Halle unterlagen die Wölfe dem TSV Wieblingen am Ende deutlich mit 22:28 (10:14) und bleiben damit in der Fremde weiter ohne Punkte.
Dabei begann die Partie vielversprechend. Die Wölfe ließen sich von den ungewohnten Bedingungen zunächst nicht beirren, fanden gut ins Spiel und erarbeiteten sich gleich zu Beginn gute Chancen. Doch was die Plankstädter auch versuchten, allzu oft stand ihnen das Gehäuse selbst im Weg. Ganze sechsmal klatschte der Ball in der ersten Halbzeit an Pfosten oder Latte. Trotzdem entwickelte sich ein offener Schlagabtausch. Die Wieblinger machten mächtig Tempo und stießen immer wieder in die Tiefe. So gelang Tadeo Eichhorn nach einem frühen 0:2-Rückstand der Ausgleich zum 3:3. Auch nach einer Viertelstunde konnte Julian Maier eiskalt vom Siebenmeterpunkt treffen, so war mit einem 7:7 alles offen.
Dann kippte das Spiel. Eine Zeitstrafe brachte den ersten Bruch, Wieblingen nutzte die Überzahl gnadenlos und zog auf 11:8 davon. Von diesem Rückstand erholten sich die Wölfe bis zur Pause nicht mehr. Mit 10:14 ging es in die Kabine. In der Abwehr fehlte den Wölfen der letzte Zugriff und das berühmte Quäntchen Glück. Im Angriff lebte das Spiel im Verlaufe der ersten Halbzeit fast nur von Einzelaktionen.
Nach dem Seitenwechsel stand die Abwehr deutlich kompakter, doch die Gastgeber fanden mit dem letzten Pass immer wieder die Lücke zum Torerfolg. Hinzu kamen mehrere fragwürdige Zeitstrafen, die den Wölfen jedes Mal den Schwung nahmen, wenn sie gerade Fahrt aufnahmen. Aufgeben kam trotzdem nicht in Frage. Die Plankstädter bäumten sich immer wieder auf und kämpften sich mehrfach auf drei oder vier Tore heran, zuletzt beim 17:20 durch Nicolas Großhans. Der Funke wollte aber nicht überspringen und man kam den Wieblingern nicht näher an die Fersen. In der Schlussphase konnten sich die Gastgeber noch auf 28:22 absetzen und damit ihren verdienten Sieg feiern.
Die Enttäuschung war den Wölfen nach dem Abpfiff deutlich anzusehen. Der oft ideenlose Angriff lässt sich zwar ein Stück weit mit dem fehlenden Haftmittel erklären, unterm Strich blieb die Mannschaft aber weit hinter ihren Möglichkeiten zurück und kann mit diesem Auftritt in keiner Weise zufrieden sein.
Viel Zeit zum Hadern bleibt nicht. Drei harte Trainingseinheiten stehen nun an, bevor am kommenden Sonntag die SG Bottwar in die neue Plarena kommt. Dort sind die Wölfe bislang ungeschlagen, und genau diese Serie soll weiterwachsen. Ein Sieg wäre zudem der perfekte Schwung für die anstehende Derbywoche gegen die HG Oftersheim/Schwetzingen.
Es spielten: Julian Maier (6/2), Tadeo Eichhorn (4), Alexander Leibnitz (4/1), Maximilian Muschelknautz (3), Florian Fröhlich (2), Nicolas Großhans (2), Nikolas Zincke (1), Joshua Fröhlich, Ben Bräunling, Leonard Verclas, Axel Schöffel, Nico Schöffel, Elias Villa Apps, Frederik Fauerbach
Leo Verclas

